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Abhilfe
Für viele Arten von "Elektrosmog"-Belastungen gibt es relativ einfache und kostengünstige Abhilfemöglichkeiten.
Vorab jedoch ein wichtiger Hinweis: in letzter Zeit werden von unterschiedlichsten Herstellern die dubiostesten Konstruktionen - zum Teil sehr teure "Geräte" angeboten (während die Händler gleichzeitig vor "billigen" Produkten warnen), mit denen es möglich sein soll, "Elektrosmog" zu "neutralisieren".
Solche Geräte anzubieten, ist unmoralisch und aus ethischer Sicht nicht zu entschuldigen, da sie keinerlei Wirkung haben (Ausnahme: echte Abschirmlösungen, wie Abschirmstoffe oder -tapeten gegen Hochfrequenzfelder oder geschirmte Stromkabel, die verhindern, dass sich elektrische Wechselfelder ausbreiten).
Für eine gewisse Zeit können nach dem Kauf solcher Pseudo-Produkte jedoch Placebo-Effekte auftreten, die einen vorerst glauben lassen, man sei nun "sicher". Umso niederschmetternder, wenn man feststellen muss, dass die physikalisch real existierende und messbare Belastung dennoch unverändert ist oder gar verschlimmert wurde (wie es z.B. bei geerdeten Matratzenauflagen der Fall sein kann, für die z.T. einige hundert Euro verlangt werden.)
Verkäufer solcher Produkte, die diesen Betrug vorsätzlich begehen, sind gewissenlos und gefährden die Gesundheit der gutgläubigen Käufer!
Die einzigen Möglichkeiten, sich von Elektrosmog-Belastungen zu befreien: die Ursache eliminieren, ausreichend Abstand halten, oder fachmännisch und gezielt abschirmen!
Elektrostatische Felder lassen sich häufig schon vermeiden, indem auf Kunstfasern, etc. verzichtet wird, außerdem ist es möglich, diese z.B. über geerdete, metallische Bänder abzuleiten.
Erdmagnetfeldanomalien sind nicht zu vermeiden, aber durch deren genaue grafische Darstellung kann der Schlafplatz meistens ohne Probleme in einen akzeptablen Bereich verlegt werden.
Andere magnetische Gleichfelder im Schlafbereich, beispielsweise durch metallische Bettgestelle, uvm. lassen sich auch meist beseitigen, wenn diese erst einmal ausfindig gemacht sind. Falls Stahlträger in Wänden oder andere unbewegliche Elemente die Ursache sind, muss wie bei Erdmagnetfeld-Anomalien verfahren und der Schlafplatz verlegt werden.
Elektrische Wechselfelder kann man oftmals leicht per Hauptschalter oder Netzfreischalter verhindern, so dass keine spannungsführenden Kabel im Wohnbereich liegen, wenn kein Strom benötigt wird. Außerdem sind sie abschirmbar. Hierbei sind jedoch physikalische Grundlagen zu beachten und der Erfolg muss unbedingt messtechnisch nachgewiesen werden.
Es sei aber nochmals betont: Ausschalten allein reicht meistens nicht, da gewöhnliche Schalter aus Kostengründen nur einphasig schalten und keine Trennung vom Stromnetz bewirken!
Magnetische Wechselfelder abzuschirmen ist in der Praxis so gut wie unmöglich, daher wird hier nicht auf prinzipielle, sehr aufwändige und teure Möglichkeiten in gewissen Einzelfällen eingegangen, die nur unter ganz bestimmten Bedingungen möglich sind und die sich darüber hinaus absolut nicht eignen, Wohnungen abzuschirmen, da dies völlig hermetisch erfolgen müsste.
Deswegen muss in aller Regel gelten: ausreichend Abstand halten, bis man sich in einem akzeptablen Bereich befindet. Daher ist hier eine besonders akribische Messung erforderlich, ggf. auch eine Langzeitaufzeichnung.
Elektromagnetische Felder abzuschirmen ist hingegen möglich (hier gibt es inzwischen sogar gute kommerzielle Lösungen, die aber meist sehr teuer sind. Bevor man zu solchen Maßnahmen greift, müssen diese aufgrund der Bedingungen vor Ort genauestens geplant werden!) Auch hier ist es außerordentlich wichtig, beim und nach dem Anbringen der Abschirmung genauestens zu messen, da man die Belastung durch falsch angebrachte Abschirmungen verstärken kann! Abschirmungen wirken nämlich wie Spiegel auf elektromagnetische Wellen, daher kann man, indem man z.B. eine Wand abschirmt, Felder, die von der anderen Seite aus einwirken, verstärken und sich so selbst versehentlich einen "Hotspot" bauen, in dem die ursprünglich vorhandene Strahlungsleistung potenziert wird!
Insbesondere Mikrowellen haben die unangenehme Eigenschaft, durch multiple Reflexionen so gestreut zu werden, dass ein "elektromagnetischer Irrgarten" bewältigt werden muss.
Dem Laien seien an dieser Stelle Eigenversuche nochmals in aller Deutlichkeit abgeraten, damit nicht viel Geld und Arbeit investiert wird, um anschließend nichts oder im schlimmeren Fall sogar das Gegenteil zu erreichen. Falsch angebrachte Abschirmungen können im Hochfrequenzbereich in der Tat gefährlich sein!
Oftmals befinden sich aber die Quellen der größten EM-Belastung im eigenen Wohnraum. Sind diese identifiziert, können sie im Gegensatz zu externen Quellen natürlich deaktiviert und durch andere Lösungen ersetzt werden. |