Magnetische Wechselfelder



Magnetische Wechselfelder entstehen immer dann, wenn ein Wechselstrom durch einen Leiter ffließt. Die Stärke des Stromflusses bestimmt die Stärke des magnetischen Feldes.

Für die gewöhnliche Hausstromversorgung werden 50Hz-Wechselspannungen verwendet (also Spannungen, die 50 mal pro Sekunde die Polarität wechseln. Diese Frequenz wird weltweit von den "Energielieferanten" zur Verfügung gestellt und von praktisch jedem netzbetriebenen Elektrogerät verwendet.

Die deutsche Bahn verwendet eine eigene Energieversorgung mit einer Frequenz von 16 2/3 Hz.

Magnetische Wechselfelder breiten sich praktisch völlig ungehindert ringförmig um den stromführenden Leiter aus, wobei die Flussdichte (Stärke des Feldes) von der Entfernung zum Leiter abhängig ist.

Besonders starke magnetische Wechselfelder findet man beispielsweise in der Nähe von Trafo-Häuschen, Bahntrassen, Staßenbahn-Leitungen und Hochspannungsleitungen, aber häufig auch in Bürogebäuden oder Hochhäusern mit zentralen Versorgungssträngen.

Als sehr problematisch kann sich das Einkoppeln magnetischer Wechselfelder in Heizungsrohre, etc. erweisen - insbesondere bei der Suche nach der Ursache für die gemessenen Felder.

Die Wirkungen magnetischer Wechselfelder auf den Organismus ähneln denen der elektrischen Wechselfelder, obwohl sie physikalisch gesehen anders "ankoppeln" - und zwar induktiv und nicht kapazitiv, das heißt, in unseren Körper wird beim Aufenthalt in einem magnetischen Wechselfeld ein Strom induziert, wie dies im Prinzip z.B. bei einer Trafo-Spule in einem "Netzteil", einem Induktions-Kochfeld, oder einer elektrischen Zahnbürste, die kontaktlos aufgeladen wird, mit Absicht geschieht.
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